Frank Wintermantel triumphiert am Schönbusch

Foto: Stefan Gregor

Frank Wintermantel vom TC Weinheim ist der Gewinner des ersten TCS-Open-Men-Tennisturnier auf der Anlage des TC Schönbusch Aschaffenburg. Die Nummer 45 der deutschen Rangliste war bei dem neuen Wettbewerb in Aschaffenburg an drei gesetzt und zeigte in all seinen Spielen seine Klasse. Im Finale setzte er sich mit 6:4, 6:1 gegen die Nummer vier der Setzliste, Kim Möllers, durch. Der Spieler vom Club an der Alster Hamburg ist die Nummer 46 der deutschen Rangliste.

Langes Halbfinale am Morgen Möllers konnte im zweiten Satz keine große Gegenwehr mehr entwickeln, musste er doch im Halbfinale am Sonntagmorgen über dreieinhalb Stunden kämpfen, ehe der Weg ins Finale frei war. Gegen den 35-jährigen Mazedonier Dimitar Grabul (Tennisclub Grenzach) musste Möllers alles aufbieten, benötigte sogar eine Behandlungspause. Doch er ließ sich auch davon nicht abhalten. Grabul hingegen führte im dritten Satz des emotionsgeladenen Spiels bereits mit 5:2 und verlor diesen noch im Tiebreak. Er versuchte, das Tempo rauszunehmen und den Gegner anderweitig zu beschäftigen, wie zum Beispiel mit Slices oder Stopps. Genutzt hat es am Ende nichts, Möllers war zu stark.

Das Finale war sehenswert, die Spieler bekamen viel Applaus und hatten zwischen den aggressiven Ballwechseln noch Zeit für lockere Sprüche. Sie hetzten sich mit Kurz-Cross-Bällen über den Platz, spielten Stopps vom Feinsten, wobei der Sieger letztlich einen Ricken besser war.

Am Tag zuvor hatte sich bereits die Nummer eins der Setzliste, Marvin Netuschil (24 DR), aus dem Turnier verabschiedet. Er hatte gegen Grabul das Nachsehen. Frank Wintermantel führte in seinem Viertelfinalspiel im ersten Satz mit 7:6, ehe sein Kontrahent Ralph Regus verletzt aufgeben musste. Der an zwei geführte Marko Lenz profitierte ebenfalls von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners Joel Link, fand aber in Wintermantel im Halbfinale seinen Meister. »Aufgrund der Witterungsverhältnisse war der Boden sehr schwer. Das hat die Spieler viel Kraft gekostet und ging an die Substanz«, so Physiotherapeutin und Turnierleiterin Isolde Dehmel. Organisator Szabi Bujtas ist daher am Überlegen, den Modus für das kommende Jahr zu verändern. Das 64er Feld soll auf 32 gekürzt werden, »um die Belastung von den Spielern zu nehmen «.

Trotz des Regens und der mäßigen Temperaturen am Donnerstag und Freitag war Bujtas zufrieden: »Die Spieler fühlten sich wohl und wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Dann hoffen wir, dass die Temperaturen, die in dieser Woche in der Früh zwischen sechs und sieben Grad lagen, nicht mehr so tief sind. Ich hätte mir ein paar mehr Zuschauer gewünscht, denn die Spiele waren allesamt sehenswert und jeder hat sein Bestes gegeben.«

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